Steinerne Zeugen - Erfassung und Dokumentation

Dauer / Zeitraum: 
01.01.2019 bis 30.09.2019

Das Projekt ist als Vorstudie zum geplanten österreichisch-tschechischen Versöhnungs- und Zukunftsfonds gedacht, um für die inhaltliche Arbeit des Fonds die Basisdaten zu erhalten. Die Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ) hat in Gesprächen mit tschechischen Politikern diesen Fonds thematisiert, der ebenfalls auch auf österreichischer Regierungsebene behandelt wird. Für die inhaltliche Ausgestaltung des mit € 30 Mio. dotierten Fonds (vorgeschlagene Summe), vertreten durch einen Verwaltungsrat bestehend aus österreichischen und tschechischen Nationalratsabgeordneten mit Sitz im Grenzraum in Leopoldschlag (OÖ), wird es unumgänglich sein, einen Überblick über die sogenannten "Steinernen Zeugen" der deutschen altösterreichischen Geschichte in Südböhmen und Südmähren zu haben, um Umfang und Dotierung des Fonds plausibel erklären zu können. So sollen die noch auffindbaren "Steinernen Zeugen" wie Kleindenkmäler, verschwundene Dörfer, Kapellen und Friedhöfe erfasst, dokumentiert und katalogisiert werden. Für den Raum Südböhmen und Südmähren soll jeweils ein gesondertes Projekt durchgeführt werden, damit aussagekräftige Daten erfasst werden können. Aus diesen Erkenntnissen soll eine zweisprachige Wanderausstellung entstehen, die bis zum Projektende (09/2019) in Freistadt und Krumau gezeigt wird, später dann auch in anderen Orten.

Zielgruppe und Ziele:

Ziel der Erfassung und Dokumentation ist die heutige in diesen Gebieten lebende Bevölkerung, genauso wie die ehemaligen Bewohner des Böhmerwaldes und Südmährens. Es soll somit für beide Seiten die 1945 zum größten Teil untergegangene Kultur der deutschen Altösterreicher anhand der Reste der "Steinernen Zeugen" mit diesem Projekt vorerst einmal erfasst und dokumentiert werden, um als umfassende Aufgabe im Versöhnungsfonds Eingang zu finden.

Die SLÖ bemüht sich um einen bilateralen Ausgleich, um geschichtliche Wahrheit, um Versöhnung und eine Zukunftsvision, die vom Miteinander in diesem Grenzraum geprägt ist. Aus diesen Erkenntnissen soll eine zweisprachige Wanderausstellung auf Roll-Ups entstehen, die bis Projektende (09/2019) in Freistadt und Krumau gezeigt wird, später auch in Linz, Rohrbach, Budweis und Glöckelberg.

Geplante Maßnahmen:

  • Eruierung und Festlegung der Örtlichkeiten von den gesuchten "Steinernen Zeugen"
  • Dolmetschtätigkeiten
  • Textierung der tschechischsprachigen Roll-Ups für Wanderausstellung
  • Organisation und Vorbereitung der Ausstellungsräumlichkeiten in Krumau, Budweis und Glöckelberg
  • Betreuung der Wanderausstellung während der Ausstellungszeit

Der Antragsteller hat mit je einem Team die Kleindenkmäler, Friedhöfe und Gräber, noch vorhandene Reste deutscher Inschriften, Gebäudereste und in ihrer Gesamtheit untergegangene Dörfer und Weiler zu erfassen, zu dokumentieren und zu katalogisieren.

Diese Daten werden dann in einer Datenbank zusammengefasst und lesbar dargestellt werden. Die Datenbank wird einerseits auf der Verbandshomepage veröffentlicht und andererseits den interessierten Gemeinden im Grenzraum zur Verfügung gestellt.

Aus diesen Erkenntnissen soll eine zweisprachige Wanderausstellung auf Roll-Ups entstehen, die bis Projektende (09/2019) in Freistadt und Krumau gezeigt wird, später dann auch in anderen Städten und Orten (Linz, Rohrbach, Budweis, Glöckelberg).

Gefördert werden sollen u.a.:

Reisekosten, externe Expertisen und Dienstleistungen wie Grafik-, Druckkosten, Miete, Dolmetsch- und Übersetzungskosten.

Projektträger: 
Sudetendeutsche Landsmannschaft in Oberösterreich / Bezirksgruppe Freistadt
Projektpartner: 
Spolek přátel Šumavy - Böhmerwaldverein, z.s., Krumau; Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ)
Rolle der RMOÖ: 
RMOÖ Projektbegleitung