Stadtregion Kirchdorf stellt die Weichen

Dienstag, 27. November 2018

Die BürgermeisterInnen der Stadt Kirchdorf an der Krems sowie der angrenzenden Gemeinden Inzersdorf, Micheldorf, Schlierbach und Oberschlierbach haben in einem einjährigen Strategieprozess ein Räumliches Leitbild und Maßnahmen, die einen Mehrwert für die Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit für die Stadtregion schaffen sollen, erarbeitet.

Am 24. Oktober 2018 trafen sich die BürgermeisterInnen in Oberschlierbach um die stadtregionale Strategie zu beschließen. Die Gemeinden haben damit unter fachlicher Begleitung der Bürogemeinschaft Stadtland – Terra Cognita aufbauend auf eine umfassende Analyse - von Demografie bis Arbeitsmarkt, von Verkehr, Klima, Flächennutzung bis Ökologie -  mit einer Gesamtschau über Gemeindegrenzen hinweg die Basis für eine zielgerichtete Entwicklung dieser Region geschaffen.

Die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit begann am 29. Mai 2017 mit der Gründung des stadtregionalen Forums Kirchdorf. Die Stadtregion zeichnet sich vor allem als attraktiver Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität aus.

Die stadtregionale Strategie gibt Leitziele vor, wobei es in erster Linie darum geht, die Vielfalt dieses Lebensraumes zu erhalten und weiterzuentwickeln. Das künftige Wachstum der Siedlungsbereiche soll qualitätsvoll gestaltet, der Wirtschaftsstandort gestärkt und zukunftsfähig gemacht und ein noch attraktiveres Mobilitätsangebot geschaffen werden.

Bgm. Wolfgang Veitz: „Mit dem Blick aus der Vogelperspektive ohne Stadt- und Gemeindegrenzen auf das gemeinsame Ganze entsteht eine neue Sichtweise, wie unsere Stadtregion zukunftsfähig gestaltet werden kann. Es ist ein neues Verständnis für die unterschiedlichen Herausforderungen in den jeweiligen Gemeinden entstanden. Wir können voneinander lernen und entwickeln die Region gemeinsam auf Augenhöhe.“

Zusätzlich zur Strategie haben die BürgermeisterInnen erste Umsetzungsschwerpunkte beschlossen und ein Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre vereinbart. Im Bereich der Siedlungsentwicklung liegt der Fokus einerseits auf der Revitalisierung von Altstandorten und die Nutzung leerstehender Objekte andererseits auf die Grünraumausstattung mit sicheren Fuß - und Radwegen bei der Innenentwicklung von Wohngebieten.

Während des Strategieprozesses hat die Verbesserung der innerregionalen Radverbindungen einen sehr hohen Stellenwert bekommen. Es geht darum, die Ortszentren, Bahnhöfe, Schulen, Leitbetriebe sowie Verwaltungs-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen möglichst sicher für den Radverkehr anzuschließen. Begleitende Maßnahmen wie Radabstellplätze und e-Ladestationen sind ebenfalls geplant.

Die Umsetzung ist in mehreren Etappen vorgesehen, mittels Unterstützung über die EU sollen die ersten Maßnahmen bereits in den nächsten 2 Jahren erfolgen.

Bgm. Horst Hufnagl, Micheldorf: „Die langfristige Umsetzung einer attraktiven Radverbindung von Micheldorf bis nach Inzersdorf und Schlierbach leistet einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz und die Entlastung des Individualverkehrs. In Verknüpfung mit dem E-Bike Boom wollen wir den Umstieg zum Fahrrad für den Alltagsverkehr erleichtern und sicherer gestalten.“

Die Vorhaben aus der Stadtregionalen Strategie werden von der Regionalmanagement OÖ GmbH begleitet und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie durch Mittel des Landes Oberösterreich finanziert.

Weitere Informationen: alois.aigner@rmooe.at