Zukunftsfähige Wohnmodelle gestaltet

Dienstag, 13. Februar 2018

Die zukunftsfähigen Wohnformen für junge Erwachsene in der Region Steyr-Kirchdorf nehmen nun konkrete Formen an. Seit Juni 2017 arbeiten 11 Gemeinden in einem innovativen Agenda 21-Modellprojekt gemeinsam daran, neue Wohnangebote für ihre jungen Erwachsenen zu planen. Die Anwendung der Methode „design thinking“ bringt nicht nur gute inhaltliche Erfolge, sondern auch ein abwechslungsreiches, freudvolles Arbeiten mit sich.

 

Die Wohnformen im ländlichen Raum werden den Wünschen und Bedürfnissen von jungen Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren oftmals nicht gerecht. Die Region Steyr-Kirchdorf hat dies erkannt und deshalb an der Erstellung des Handbuchs „Modernes Leben und Wohnen - Zukunftsorientierte Wohnmodelle für junge Erwachsene im ländlichen Raum“ durch die OÖ Zukunftsakademie mitgearbeitet. Diese 21 Wohninspirationen nahm das Regionalforum Steyr-Kirchdorf als Anlass, das Umsetzungsprojekt „Die Region Steyr-Kirchdorf als attraktiver Lebens- und Wohnraum für junge Erwachsene“ zu starten. Dazu wurden Gemeinden und HausbesitzerInnen aufgerufen, sich mit ihren leerstehenden oder untergenutzten Wohnungen bzw. Häuser zu beteiligen. Ebenso wurden junge Erwachsene zur Teilnahme motiviert, damit sie die Bedürfnisse dieser dynamischen Zielgruppe einbringen und konkret die geplanten Wohnmodelle in den Gemeinden mitgestalten.

Seit Juni 2017 unterstützen Projektleiterin und Regionalmanagerin Sonja Hackl und Mag. Johannes Brandl von der SPES Akademie 11 Gemeinden bzw. HausbesitzerInnen und junge Erwachsene. Die Projekte sind hinsichtlich Größe, Rahmenbedingungen und Aufwand sehr unterschiedlich: viele Projekte haben aufgrund von Workshops mit jungen Erwachsenen oder/und dem fachlichen Impuls von Architekt DI Richard Steger 3-4 Skizzen von Nutzungsvarianten, die sie zur Entscheidungsfindung weiterbearbeiten können.

Beim letzten Treffen am 22. Jänner wurde besonders kreativ gearbeitet – aus Holzblöcken, Spielsteinen, Papier und Knetmasse wurden konkrete Räumlichkeiten nachgebaut. Die Aufgabenstellung lautete, gut durchdachte Gemeinschaftsräumlichkeiten zu planen. Durch das gemeinsame Gestalten wurde rasch klar, welche Funktionen Gemeinschaftsräume erfüllen müssen. Über den spielerischen Zugang wurde ebenso deutlich, dass Gemeinschaftsräume einen echten Mehrwert bieten müssen, damit junge Erwachsene diese in Anspruch nehmen und dadurch akzeptieren, manche Funktionen nicht in der eigenen Kleinwohnung zu haben.

In den nächsten Monaten werden sich die Gemeinden noch mit dem Thema Finanzierung auseinandersetzen und an einer Exkursion zum Thema „Co-working im ländlichen Raum“ teilnehmen. Im Juni 2018 sollen die Nutzungskonzepte fertig sein und der Region präsentiert werden. Das Handbuch, das umfassende Grundlage für dieses Wohnprojekt ist, steht auch als Download auf der Website der OÖ Zukunftsakademie zur Verfügung. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei Regionalmanagerin Mag. Sonja Hackl.