Neuer Gemeindecheck "Modernes Landleben"

Dienstag, 7. März 2017

Wie attraktiv sind die Gemeinden der Leader Region „Nationalpark Kalkalpen“ für junge Erwachsene? Welche Erwartungen haben junge Erwachsene an das Landleben? Kann ein „modernes Landleben“ einen Beitrag zum "Dableiben" oder „Zurückkommen“ junger Erwachsenen leisten?

Für Gemeinden lohnt es sich, sich mit den Bedürfnissen der Generation der 20 – 35-jährigen zu beschäftigen. Denn aufgrund des demografischen Wandels wird diese, für die zukünftige Entwicklung des ländlichen Raums so wichtige Altersgruppe, stark abnehmen.

Neben dem fehlenden Wissen dieser jungen, oft sehr gut ausgebildeten Menschen fehlen den Regionen dann in Folge auch deren Kinder, die zur Belebung der Gemeinde und zum Erhalt der Infrastrukturen beitragen. Deswegen müssen junge Erwachsene gute Lebensgrundlagen in ihren Heimatgemeinden vorfinden, um gerne hier zu leben oder gerne zurück zu kommen. Diesem Thema hat sich die Leader Region „Nationalpark OÖ Kalkalpen“ im Rahmen eines gemeindeübergreifenden Agenda 21 Themennetzwerks angenommen. Die Eigenmittel für dieses Projekt hat das Regionalforum Steyr-Kirchdorf zur Verfügung gestellt, die inhaltliche Erarbeitung erfolgte durch das Regionalmanagement OÖ im Fachbereich Nachhaltigkeit & Umwelt.

 

Wie ist der Gemeindecheck entstanden?

Regionalmanagerin Sonja Hackl und Prozessbegleiter Johannes Brandl von der SPES Akademie haben deshalb eine Fokusgruppe aus interessierten jungen Erwachsenen der Leader-Region aufgebaut. In drei Workshops gelang es, sich über die Grundhaltungen und Zukunftsperspektiven auszutauschen und jene Lebensbereiche heraus zu arbeiten, bei denen Gemeinden konkret aktiv werden und unterstützen können.

 

Wie ist der Gemeindecheck aufgebaut?

Den Gemeinden steht nun ein interessantes Online-Tool zur Verfügung, das ihnen hilft, zu erkennen, wie attraktiv sie für junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 35 Jahren sind. Mit einem einfachen 4-Punktesystem können 8 Handlungsfelder bewertet werden. Zu jedem Themenfeld gibt es eine kurze Erklärung, warum dieses Thema wichtig erscheint. Durch den Check können die Gemeinden schließlich erkennen, an welchen Aspekten sie noch kräftiger arbeiten könnten und welches Maßnahmenbündel in den einzelnen Handlungsfeldern umzusetzen wäre.

 

Wie kann ich als Gemeinde den Check anwenden?

Die technische Umsetzung des Fragebogens erfolgte von Christoph Haider, der sich selbst als junger Erwachsener an der Erarbeitung des Checks beteiligt hat. Sollten Sie in Ihrer Gemeinde den Gemeindecheck anwenden wollen, dann finden Sie nähere Informationen unter www.rmooe.at/projekte.

 

Rückfragenkontakt: sonja.hackl@rmooe.at